Coronakrise lässt Grundsteuer in einigen Regionen steigen

am 21. September 2021 Allgemein mit 0 Kommentaren

Die Grundsteuer ist für Kommunen mit eine der wichtigsten Einnahmequellen. Aufgrund der Coronasituation sind viele Kommunen finanziell schwer getroffen worden. Über die Höhe der Grundsteuer entscheiden sie selbst, so dass diese Steuereinnahme im vergangenen Jahr in einigen Regionen deutlich gestiegen ist.

Eine Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) zeigt, dass zwischen 2014 und 2019 der Anteil der Kommunen, die den Grundsteuer-Hebesatz erhöhten, gesunken ist. Im Corona-Jahr 2020 erhöhte sich dieser Anteil jedoch um einen Punkt auf zehn Prozent.

So funktioniert der Hebesatz aktuell

Berechnungsformel von Immowelt vor der Grundsteuerreform, Stand 2021

Einheitswert x Grundsteuermesszahl x Hebesatz = Jahresgrundsteuer

Beispiel für ein Grundstück mit Einfamilienhaus (120 qm) in Neustadt (Hessen), mit festgelegter Grundsteuermesszahl:

30.000 Euro (Einheitswert) x 2,6 Promille (Grundsteuermesszahl) x 534 Prozent (Hebesatz) =
416,52 Euro (Jahresgrundsteuer)

Ab 2025 muss die Grundsteuer neu berechnet werden. Das hat Bundesverfassungsgericht im Jahr 2018 entschieden. Der Grund: Derzeit rechnen die Finanzämter mit Werten aus den Jahren 1935 und 1964, die völlig veraltet sind und vom tatsächlichen Marktwert abweichen. Der Bund konnte sich Ende 2019 auf ein neues Grundsteuer-Gesetz einigen. Demnach soll sich die neue Berechnung künftig am Wert des Bodens, einer statistisch ermittelten Kaltmiete, an der Grundstücksfläche, der Wohnfläche sowie der Art und dem Alter des Gebäudes orientieren. All diese Daten sollen dann weiterhin mit den Hebesätzen der Kommunen verrechnet werden. Allerdings können die einzelnen Ländern von diesem System abweichen und eigene Parameter zur Bewertung heranziehen.

In wie weit das zu einer evtl. Erleichterung für den Steuerzahler führen könnte bleibt offen. Klar ist jedoch, dass diese Steuereinnahme gerade durch die Coronakrise enorm wichtig für die Kommunen sind und kaum andere Möglichkeiten bestehen, die Einnahmesituation zu verbessern.

Zum kompletten Artikel gelangen Sie hier: Grundsteuer-Wirrwarr: In welchen Regionen es jetzt so richtig teuer wird – FOCUS Online

Bildquelle: Pixabay

 

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